Gemeinschaftsbetriebsrat im IPW

Erfolgsmodell wird fortgeführt

Der Gemeinschaftsbetriebsrat arbeitet in der bestehenden Konstellation für die Mehrzahl der Unternehmen im IPW weiter. Ein halbes Jahr vor den Betriebsratswahlen verständigten sich der Arbeitgeberverband Chemie Nord mit Unterstützung der Geschäftsführungen der IPW-Gesellschaften und die Gewerkschaft IG BCE mit Unterstützung der Arbeitnehmervertreter darauf, das Modell unbefristet fortzusetzen.

"Der Gemeinschaftsbetriebsrat ist wichtig für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft hier am Standort", betonte Alf Wilkens, Leiter des IPW. Die kürzlich geführten Gespräche mit den Geschäftsführungen der IPW-Gesellschaften haben diese Einschätzung bestätigt. "Es gibt viele Aspekte, die für diese Konstruktion sprechen", sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmervertretung, Andreas Wagenholz. In einer Sitzung Anfang November haben sich die Geschäftsführungen von AFP, CaseTech, DWC, Epurex Films, Probis und Wipak zum gemeinsamen Betriebsrat bekannt. "Das Modell ist sehr effizient und hat sich in der Vergangenheit bewährt", sind sich die Geschäftsführungen im IPW einig. "Wir arbeiten mit einem kleinen und professionellen Gremium", beschreibt Andreas Wagenholz die Vorteile des Modells und wies auf die "konstruktive und effektive Zusammenarbeit" der vergangenen Jahre hin.

Auch die Tarifmitarbeiterinnen und -mitarbeiter profitieren von der starken Position des Gemeinschaftsbetriebsrates. "Durch die Bündelung der Einzelinteressen sind wir eher in der Lage, das Optimale für die Kollegen zu erreichen", sagte Wagenholz. Und das gilt sowohl für die Arbeit am Standort als auch in den Gewerkschaftsgremien auf Landes- und Bundesebene. Durch das große Stimmengewicht, also die Zahl der vertretenden IG BCE Mitglieder, wirkt die Arbeit des Gremiums bis in den Hauptvorstand der IG BCE hinein. So ist der IPW in Person von Andreas Wagenholz im Beirat der IG BCE vertreten und hat einen Sitz in der Bundesentgelt-Tarifkommission. Der Vorteil: "Bei Tarifverhandlungen wird unsere Stimme eher wahrgenommen, als die von vielen kleinen Betriebsratsgremien", so Wagenholz.

Unterstützung für das Modell gibt es auch von einem renommierten Arbeitsrechtler. Wilhelm Mestwerdt, bis vor kurzem Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Niedersachsen und jetzt Richter am Bundesarbeitsgericht, zeigte sich anlässlich der Klausurtagung des IPW-Betriebsrates davon beeindruckt, zu welchen Ergebnissen dieses Konstrukt führen kann. Wilhelm Mestwerdt ermutigte die Arbeitnehmervertreter darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Die Anfang November getroffene Vereinbarung ist dafür eine wichtige Voraussetzung.

Mandy Schnell

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